wolkenbank - junge Galerie in Rostocks Östlicher Altstadt

wolkenbank - Neu in Rostocks Östlicher Altstadt
wolkenbank - Neu in Rostocks Östlicher Altstadt

Die Galerieszene in den Städten und Badeorten entlang der Mecklenburg-Vorpommerschen Ostseeküste hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten nahezu vehement entwickelt. Einige haben sich inzwischen etabliert, manche sind bald wieder von der Bildfläche verschwunden.
Auch in Rostock war und ist ein Kommen und Gehen von Galerien des kommerziellen Kunstmarktes auffällig. Bestehen kann, wer ein interessantes Angebotsprofil eigenständiger künstlerischer Produkte unterbreitet und sich eine treue Stammkundschaft neben dem alltäglichen Laufpublikum heranzieht. In Rostock ist dafür nun in der Wollenweberstraße 24 die Galerie und Agentur wolkenbank kunst+räume angetreten.
Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der neuen Galerie ist ein Rostocker „Heimkehrer“. Holger Stark wurde vor 50 Jahren hier geboren, betrachtete die Kunsthalle bald als seinen Spiel- und Abenteuerplatz und wurde Schüler in der Malklasse von Waldemar Krämer. Kunst hat er dann in Dresden, Hamburg und London studiert. Weil er mit seiner Objektkunst und den Land-Art-Projekten nur mäßig existieren konnte, erlernte er zusätzlich den Beruf des Zimmerers und machte seinen Meisterabschluss. Das geschah nun schon wieder in Rostock, denn vor gut zehn Jahren war er mit seiner Frau, der Malerin Tanja Zimmermann, nach Mecklenburg zurückgekehrt, wo sie sich nahe Wismar einen dörflichen Speicher als Wohnung und Atelier ausbauten.
Die Verbindung von Kunst und Handwerk erwies sich bald als eine tragfähige Grundlage für eine inzwischen florierende Geschäftsidee. Unter dem Namen „Kerbholz GmbH“ werden anspruchsvolle Aufträge vom Denkmalschutz bis hin zu Kunst- und Gestaltungsobjekten erfolgreich realisiert. Holzrestaurierungsaufträge für das Schweriner Schloss, Innenarchitektur und die Ausstattung mit Kunst für private Kunden und Krankenhäuser, aber auch der Ausstellungsbau für die Schweriner Bundesgartenschau 2009 gehören zum Leistungsspektrum der in Klein Warin ansässigen Firma. Innovativ arbeitet Holger Stark an solchen Projekten mit Architekten, bildenden Künstlern und Designern zusammen. Die Planung und das Kommunikationsdesign für solche Projekte realisiert die Agentur wolkenbank kunst+räume, für die sich praktischer Weise im Obergeschoss über der Galerie in der Wollenweberstraße Arbeitsplätze einrichten ließen.
Holger Stark setzt auf Kommunikation und sieht sich selbst als Kommunikator und Verbindungsglied zwischen Kunst, Künstler und Gesellschaft.
Als die Galerie am 18. Dezember 2009 mit der Ausstellung „das ist meins und das ist deins“ eröffnet wurde, nannte der Galerist sein Unternehmen ein Projekt zur Förderung zeitgenössischer Kunst.
Er sieht gute Chancen, „seine“ Künstler bzw. ihre Werke an die Frau und den Mann zu bringen und geht von einer sich stabilisierenden und wachsenden Zahl der Kunstsammler in und um Rostock aus. Die Hansestadt ist für ihn ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten von nationaler und internationaler
Bedeutung. Dass Kultur und Kunst dabei als ein befördernder Standortfaktor angesehen werden müssen, ist seine feste Überzeugung genauso, wie er den Anlagefaktor, den Repräsentationsfaktor und den Lustfaktor der Kunst für seine potentiellen Kunden ins Kalkül zieht.
Das Angebot der Galerie und ihres Kunsthändlers setzt ganz auf Vielseitigkeit und Aktualität der Trends, soll modern und zukunftsweisend sein. Möglich ist alles zwischen Abstraktion und Ungegenständlichkeit. Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern sollen im Vordergrund stehen, ob nun einheimisch, zugezogen oder zurückgekehrt. Holger Stark vertraut der kraftvollen aktuellen Kunstszene des Landes, deren junge Vertreter er als Galerist fördern will, so wie er nationale und internationale Künstler in Mecklenburg-Vorpommern vorstellen will.
Bekanntes und Neues soll sich begegnen und austauschen. Die kommerziell erfolgreiche Premierenausstellung war diesbezüglich ein hoffnungsvoller Auftakt dieses „Risikoprojektes“, das Galerien zeitgenössischer Kunst nun einmal sind.

Autor: Klaus Tiedemann

Dieser Artikel wurde abgedruckt in der OSTPOST Ausgabe 20.

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